Berufsausbildungsmesse bietet Jugendlichen interessante Einblicke

Die Vielfalt des Drucks: Susanne Kemper und Anatoli Teichrebe von der Firma Siebdruck Blase stellten ihr Handwerk vor.
Die richtige Berufswahl stellt einen großen Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden dar. Doch viele Jugendliche wissen am Ende ihrer Schullaufbahn noch nicht, was sie später einmal beruflich erreichen wollen. Um solche Perspektiven zu geben, öffnet die Berufsausbildungsmesse (BAM) jährlich ihre Türen und bietet interessierten Schülerinnen und Schülern Einblicke ins Berufsleben.
„Eine Zukunft als Maurer könnte ich mir sehr gut vorstellen“, erzählt Florian Kadriu, während er erste praktische Erfahrungen mit dem Handwerk macht. Er besuchte zusammen mit seiner Schulklasse gestern das Handwerksbildungszentrum Lübbecke und ließ sich interessiert die wichtigsten Schritte beim Aufziehen einer Mauer vom Auszubildenden Dennis Reinhard zeigen.
Dass die Jugendlichen keineswegs ohne Interesse an ihrer Zukunft sind, hat auch der Malergeselle Benjamin Tappe schnell entdeckt: „Ich habe heute viel zu tun, vor allem die Jungen sind an unseren Angeboten hier in Lübbecke sehr interessiert“.
Diese Neugier der zukünftigen Azubis zeigte sich auch im regen Andrang der verschiedenen Schulklassen, die sich an den vielen Ständen über den Berufe des Werkzeugmachers oder des Zimmermanns informierten. Doch auch Mädchen kamen zum Beispiel beim Stand der jungen Frisörinnen Darinka Kurkamp und Gülsen Sarac zum Zuge.
„Wir wollen Jugendlichen das Handwerk näherbringen - und das passiert am besten vor Ort“, erläutert Thomas Brinkmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft das Konzept. „Am besten können die Auszubildenden das Wissen praxisnah vermitteln.“ Dazu sei aber eine Eigeninitiative der Jugendlichen und das Experimentieren an echten Maschinen nötig. Außerdem wurden an den einzelnen Stellen knappe Informationen über das jeweilige Berufsbild sowie über mögliche Bewerbungsstellen gegeben.
Wichtigster Standort für die BAM blieb aber auch in diesem Jahr das Bürgerhaus Espelkamp. Von der Polizei über Reinigungsfirmen bis hin zu Fachhochschulen wurde hier für jedes Interessensgebiet etwas geboten. Dabei stand meistens das praktische Angebot im Vordergrund: Am Stand der Pharmazeutisch-Technischen Fachhochschule Minden musste man etwa verschiedene Düfte und Öle riechen und erkennen. Deren Mitarbeiterin Tina Penner erhielt dabei den Eindruck von sehr aufgeweckten Schülern, die „erstaunlich gut“ riechen können.
„Für uns als Firma bietet die BAM eine gute Gelegenheit, zukünftige Bewerber zu informieren und uns zu repräsentieren“, stimmt auch Anatoli Teichrebe in den positiven Tenor der Firmen ein. Gemeinsam mit Susanne Kemper leitete er den Stand von Blase Siebdruck und präsentierte seinen Beruf.