24.04.08 12:32
Feuereifer der Schüler wird belohnt (aus der NW)



Klasse 10a der Martinsschule siegt beim Technikwettbewerb




Da strahlt die Schulleiterin: Margit Schwarz-Eggeling freut sich über den Erfolg von Dennis Lehn, Kübra Demir und Yildirim Özdimir (v. l.). Rechts Klassenlöehrer Wolf Theinert und davor das Modell des Anhängers mit ausgeklappter Plane, der Platz für Gepäck, Tische, Stühle und Bänke bietet.

Als der Lehrer Wolfgang Jürgens mit seinen Schülern eine Radtour über 900 Kilometer unternahm, mussten sie jeden Abend das ganze Gepäck aus dem Anhänger auspacken und morgens wieder einpacken. Dies war Jürgens zu mühsam. Er schlug für den diesjährigen Technikwettbewerb die Erfindung eines Anhängers vor, bei dem der Inhalt von allen Seiten erreichbar ist.

 

Die Martinsschule in Espelkamp erwies sich als sehr kreativ und überzeugte die Jury mit ihrem Modell. Während des BAM-Eröffnungsabends in der Kundenhalle der Sparkasse am Wilhelm-Kern-Platz belohnte die Jury die Klasse mit einer Siegprämie von 300 Euro.

 

Das Modell des Radtourenanhängers im Maßstab 1:5 planten und bauten die Schüler seit Weihnachten letzten Jahres. Klassenlehrer Wolf Theinert erzählte: „Wir wussten schon, worauf wir achten müssen. Bei einer Radtour vor zwei Jahren mit der damaligen achten Jahrgangsstufe sammelten wir unsere Erfahrungen“.

 

Die Schüler wussten, dass Gasflaschen ein Muss sind. Denn ihr Lehrer hatte sich von holländischen Campern einen gasbetriebenen Kühlschrank abgeguckt. Im Matheunterricht berechneten die Schüler die Größe von Zylindern, in denen später die gerollten Schlafsäcke und Isomatten verstaut werden. Biertische und Campingstühle zimmerten sie im Werkunterricht.

 

„Alle 15 Schüler der Klasse sind mit Feuereifer bei der Sache gewesen“, freute sich Theinert. Selbst am Abgabetag hätten sie noch an den 20 Campingstühlen gearbeitet.

 

Die Clou: Wie jeder beim

 

Anhänger an alles herankommt

 

Der Anhänger ist ausgelegt auf 20 Personen, also 18 Rad- und zwei Autofahrer. Auf jeder Seite sind Fächer für zehn Schlafsäcke und Isomatten. Der Clou: Mit ausfahrbaren Stangen wird eine Plane hochgeklappt, die sonst seitlich den Anhänger schützt. So ist alles überdacht, und jeder kommt an alles heran.

 

Insgesamt wurden sechs Beiträge eingereicht, die von der fachkundigen Jury bewertet wurden. In der Jury saßen Wolfgang Weber vom ADFC-Kreisverband Minden-Lübbecke, Günter Fahrenhorst von Fahrenhorst Fahrzeugbau in Destel, Gerald Watermann von der Sparkasse Minden-Lübbecke sowie Georg Janjetovich, Ausbilder beim Handwerkbildungszentrum in Minden, Abteilung Zimmerei.

 

Die Beiträge von der Ernst-Wiechert-Schule in Espelkamp belegten den zweiten (250 Euro) und dritten Platz (200 Euro). Einen Sonderpreis (100 Euro) bekam Marco Klassen vom Söderblom-Gymnasium, er bearbeitete ein Modell im Alleingang.

 

Die Birger-Forell-Realschule machte den vierten Platz (150 Euro) und die Realschule in Pr. Oldendorf den fünften.

 

Die ganze Arbeit und Kreativität der Schüler soll nicht umsonst gewesen sein: Wolfgang Jürgens verriet im Gespräch mit der NW, dass die Schulfirma „Wiecherts Wichtel“ sich von den Modellen inspirieren lassen will und einen Anhänger bauen möchte. Hierzu habe die „Stiftung Partner für Schule NRW“ eine Spende von 8000 Euro zugesagt. In Kooperation mit dem Verein für berufliche Bildung soll bis Ende des Jahres ein Anhänger entstehen, der auch gemietet werden kann.

 



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