24.04.08 12:38
Was hinter Berufsbildern steckt (aus der NW)

16. Berufsausbildungsmesse im Espelkamper Bürgerhaus eröffnet
 |   Infos zum Guss aus erster Hand: Michael Link von der Firma Kolbus stellte auch Pierre Poggemöller, Christopher Fähnrich und Martin Rommelmann (v. l.) das Berufsbild des Gießereimechanikers vor.
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Eine Messe zum Mitmachen: Maler zeigen ungewohnte Fertigkeiten und verpassen Besucherinnen kleine Airbrush-Tattoos, Gäste können mit Hammer und anderem Werkzeug einen Schriftzug in ein Metallstück prägen. An den Ständen herrscht lebhafter Andrang. Es ist wieder einmal soweit: Im Espelkamper Bürgerhaus hat gestern morgen die Berufsausbildungsmesse (BAM aktiv) ihre Pforten geöffnet.
Den Schülern gefällt die Messe. „Es ist interessant, sich über viele Berufe informieren zu können“, sagen beispielsweise Pierre Poggemöller, Christopher Fähnrich und Martin Rommelmann von der Hiller Gesamtschule. Nachfragen und experimentieren – das sei schön. Das Interesse der jungen Menschen nutzen auch die Firmen. „Für uns ist es die Chance zu zeigen, was eigentlich hinter den Berufsbezeichnungen steckt“, meint Michael Linke von der Rahdener Firma Kolbus. Den Schlosser kenne jeder, unter der Bezeichnung „Konstruktionsmechaniker Feinblech“ könne sich dagegen nicht jeder etwas vorstellen.
Über den neuen Ausbildungsberuf „Personaldienstleistungskaufleute“ informierte Angela Hölscher und ihr Team des Lübbecker Personaldienstleisters Wunder. Die Nachfrage nach diesem Beruf sei groß.
Über reges Interesse freut sich auch Björn Brinkmann. Der angehende Energieelektroniker absolviert seine Ausbildung bei den Stadtwerken Espelkamp und steht gemeinsam mit Kollegen aus den Städten und Gemeinden im Lübbecker Land bei Fragen zur Verfügung.
Fragen und ausprobieren – das ist auch aus Sicht von Bürgermeister Heinrich Vieker, Sparkassen-Vorstand Wolfgang Kirschbaum und Vize-Landrat Alfred Raschke die große Stärke der BAM. Die Messe werde überregional beachtet und mit 64 Ausstellern im Bürgerhaus und im Lübbecker Handwerksbildungszentrum sowie rund 2.500 Gästen sei das Limit schon fast erreicht, so Vieker. Die BAM biete jungen Menschen Orientierung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, sagte Alfred Raschke. Eine gute Ausbildung sei wichtig für das Berufsleben; die Kommunikation zwischen Unternehmen und Schulen werde wichtiger. Von der BAM profitierten Jugendliche und Unternehmen. Die Messe könne Jugendlichen Hilfestellung bei der Job-Suche geben, sagte Kirschbaum. Er dankte ebenso wie Vieker und Raschke allen, die die Messe vorbereitet hatten.
Vom Gewerbeverein erhielt Kirschbaum die BAM-Ehrennadel; die Sparkasse hatte die Messe-Vorbereitungen geleitet. 2009 Jahr zeichnen die Lübbecker Werkstätten verantwortlich – das symbolische Ruder übergab Kirschbaum an Bernd Wlotkowski. Die Lebenshilfe werde die BAM nutzen, um auch auf Berufe im Sozialbereich hinzuweisen.
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