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Tipps und Tricks beim Bewerben

„Bewerben, aber richtig“ – heißt das Motto. Hier findest du Tipps und Tricks wie du eine gute Bewerbung schreibst.

 

 

Berufswahl - Welcher Beruf soll es sein?

Zur Wahl stehen zur Zeit ca. 380 anerkannte Ausbildungsberufe. Viele sind Jugendlichen jedoch nicht bekannt und Erfahrungen aus der Arbeitswelt sind meistens spärlich. Wichtig ist es deshalb, sich zu informieren

- im Berufsinformationszentrum (BIZ) des Arbeitsamtes

- durch Informationsschriften zur Berufswahl

- durch Betriebserkundungen, -praktika, Ferienjobs

- in Gesprächen mit Berufspraktikern . . .

 

Welcher Beruf passt zu mir?

Wenn man einen ersten Überblick hat, sollte man sich selbst überprüfen:

- Was würde ich gerne machen?

- Was kann ich gut, was weniger gut?

- Welche besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten habe ich?

Deine Interessen und Fähigkeiten geben manchen Anhaltspunkt dafür, in welche Richtung es beruflich gehen könnte.

Besonders wenn es um gesundheitliche Einschränkungen geht, solltest du ganz ehrlich sein. Hast du Allergien? Bist du behindert? Bist du auf besondere Hilfen oder Pausenregelungen (z.B. als Diabetiker) angewiesen? Kannst du den ganzen Tag stehen? Manche Einschränkungen können dazu führen, dass du bestimmte Berufe gar nicht oder nur mit ständigen Schmerzen ausüben könntest.

Damit aus der Selbsteinschätzung keine Fehleinschätzung wird, helfen

- Gespräche mit Eltern, Freunden, Lehrern, Bekannten

- ein ausführliches Gespräch mit einem/einer Berufsberater/in

- in Zweifelsfällen auch Eignungstests oder eine amtsärztliche  

  Untersuchung.

 

Wie hilft das Arbeitsamt?

Die Berufsberatung ist die richtige Anlaufstelle für fachkundigen Rat auf deine Fragen. Du erfährst zum Beispiel

- welche Berufe zu deinen Interessen und Fähigkeiten passen

- wie die Zukunftsaussichten und Verdienstmöglichkeiten sind

- welche Anforderungen die verschiedenen Berufe stellen,

- ob Berufe besondere körperliche Voraussetzungen erfordern

- welche "Ausweichmöglichkeiten" zum Traumberuf es gibt

- ob und welche finanziellen Hilfen es gibt

- wo du dich bewerben oder anmelden kannst, usw.

 

Wichtig ist: Die Entscheidung, welcher Beruf es sein soll, muss letztlich jede/r selbst treffen!

Du solltest dir übrigens frühzeitig Gedanken über mögliche „Ausweichberufe“ machen, statt auf einem einzigen - möglicherweise wenig aussichtsreichen – Beruf zu beharren und dich dann auch für diese Berufe rechtzeitig bewerben. Wer wartet, bis im "Traumberuf" endgültig keine Chance mehr besteht, geht womöglich leer aus.

 

Wenn man keinen Ausbildungsplatz gefunden hat . . .

. . . heißt es zunächst, sich weiterhin zu bewerben. Manchmal werden wieder Plätze frei, wenn zum Beispiel jemand kurzfristig abspringt.

Ansonsten gilt: Auf jeden Fall Kontakt zur Berufsberatung des Arbeitsamtes halten. Dort weiß man, welche anderen Möglichkeiten es gibt, die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn sinnvoll zu nutzen. Du kannst zum Beispiel

- Ein Berufsgrundschuljahr (BGJ) absolvieren. Dieses vermittelt neben

  allgemeinbildenden Fächern die berufliche Grundbildung für ein ganzes

  Berufsfeld.

  Ein erfolgreich abgeschlossenes BGJ wird auf eine spätere Berufsaus-

  bildung im entsprechenden Berufsfeld angerechnet.

- Weiterhin zur Schule gehen. Je qualifizierter der Schulabschluss, desto

  größer sind später die Chancen im Berufsleben.

- Als Jugendlicher ohne Hauptschulabschluss dich in einem Berufvorberei-

  tungsjahr (BVJ) auf die Berufsausbildung vorbereiten. Wer nach dem BVJ

  noch das BGJ besucht, hat sogar die Chance, den Hauptschulabschluss zu

  erwerben.

- Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen des Arbeitsamtes besuchen

  oder an Sonderprogrammen zur Förderung der Berufsausbildung teilnehmen

- In Kinderheimen, Altenheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen für Be-

  hinderte ein Freiwilliges soziales Jahr absolvieren, um dich für andere zu

  engagieren und zugleich Einblick in den Bereich der sozialen Berufe zu

  erhalten.

- Im Umweltschutz, im Gartenbau oder in der Landwirtschaft ein Freiwilliges

  ökologisches Jahr ableisten, um „grüne“ Berufe kennenzulernen.

- Deine Sprachkenntnisse verbessern durch Jobs, Praktika im Ausland oder

  Au pair.

- Dich als junger Mann vielleicht vorzeitig zum Wehr- oder Zivildienst einbe-

  rufen lassen.

Alle diese Möglichkeiten bringen dich weiter auf dem Weg in den Beruf – und sind allemal besser als Arbeitslosigkeit!