Bewerbung

Wie finde ich eine passende Stelle?

Die Berufsberatung des Arbeitsamtes hilft bei der

Berufswahl und bei der Suche nach einer Ausbildungs-

stelle. Im Beratungsgespräch kann geklärt werden, welche

Ausbildungen dich interessieren und welche Anforderungen die Aus-bildungsbetriebe stellen. Wenn alles passt, können die Adressen der Arbeitgeber, die tatsächlich noch freie Ausbildungsstellen anbieten, sofort ausgedruckt werden.

Außerdem kann man sich selbst auf die Suche machen:

- Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften sind eine wichtige

  Informationsquelle.

- Vielleicht hilft das Branchen-Telefonbuch („Gelbe Seiten") weiter.

- Die meisten Ausbildungsstellen sind inzwischen auch im Internet

  veröffentlicht auf Seiten wie:

  www.arbeitsagentur.de – ASIS

  www.aubi-plus.de

  www.ihk.ausbildung.de

  www.lehrstellen.org.

- Und dann gibt es ja noch Freunde und Bekannte, die Tipps geben können.

- Schließlich kann man eine Stellensuchanzeige in der Zeitung aufgeben.

 

 


Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Ein Bewerbungsschreiben hat mehrere Bestandteile:

- Das Anschreiben ist ein kurzer Brief an den erhofften künftigen Arbeit-

  geber, in dem man erklärt, warum man sich um diese Ausbildungsstelle

  bewirbt bzw. für diesen Beruf entschieden hat.

- Der Lebenslauf enthält die persönlichen Daten des Bewerbers und die

  (meist tabellarische) Beschreibung von Schul- und Berufsausbildung.

- Ein Bewerbungsfoto soll es dem Arbeitgeber erleichtern, sich im wahrsten

  Sinne des Wortes ein Bild von dem Bewerber zu machen.

- Schul-, Ausbildungs-, und  Arbeitszeugnisse geben Auskunft über die

  Qualifikation des Bewerbers.

 

Wichtig:

Das Bewerbungsschreiben ist die Visitenkarte des Bewerbers. Und so sollte es auch aussehen: sauber, klar gegliedert, die wesentlichen Informationen vermittelnd. Wenn nicht anders verlangt, schreibt man Anschreiben und Lebenslauf mit der Schreibmaschine oder Computer auf weißem DIN-A-4-Papier. Die Zeugnisse legt man in guten Kopien dazu.

Bitte niemals Originale verschicken! Das Foto lässt man am besten bei einem Fotografen machen.

Wenn dann alle Unterlagen ordentlich in eine Klarsichtfolie oder einen Clip-Hefter gesteckt und in einem ausreichend frankierten Briefumschlag abgeschickt werden, hast du alles getan, um Aussichten auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu haben.

Bei einigen Betrieben kann man sich inzwischen auch per Email bewerben. Hier sind neben den technischen Voraussetzungen die gleichen Standards wie oben zu beachten.

 


Wie bereite ich mich auf einen Auswahltest vor?

Oft sind mehrere Bewerber an einem Ausbildungsplatz interessiert. In einer Auswahlprüfung versucht der Arbeitgeber dann festzustellen, welcher Bewerber die besten Voraussetzungen mitbringt. Kenntnisse und Fähigkeiten müssen vom Bewerber oft unter Zeitdruck dargelegt werden. Daraus kann leicht eine Stress-Situation entstehen. Um dies zu vermeiden, hilft es,

- sich ausgeschlafen, nach einem guten Frühstück und vor allem

  früh genug auf den Weg zu machen, um ohne Hetze absolut

  pünktlich zu sein,

- Schreibsachen für eventuelle Notizen, ggf. Brille oder Hörgerät mit-

  zunehmen sowie etwas zu essen und Getränke, um sich in den

  Pausen stärken zu können,

- sich diesen Tag freizuhalten (weitere Termine machen nur nervös,

  wenn es etwas länger dauert),

- sich klarzumachen, dass diese Prüfung nicht die letzte Chance sein

  wird. Bei einer großen Anzahl von Bewerbern ist es ganz normal,

  eine Ablehnung zu erhalten.

 


Vorstellungsgespräch - Worauf muss ich achten?

Vorher:

- Bereite dich sorgfältig vor und mach dir Notizen über die Punkte, die du im

  Gespräch gern ansprechen oder fragen möchtest.

- Angemessene Kleidung auswählen! Immer richtig ist saubere und korrekte

  Kleidung, die nicht zu modern und ausgefallen sein sollte, in der du dich

  aber nicht „verkleidet" fühlst.

- Pünktlichkeit ist selbstverständlich! Anfahrt und Durchfragen zum Gesprächs-

  partner können länger dauern, als du meinst. Fahr lieber einen Bus früher, damit

  du nicht abgehetzt und aufgeregt ankommst.

- Es ist vorteilhaft, sich vorher über die Firma zu informieren.

 

Während des Gesprächs:

- Natürliches Auftreten macht den besten Eindruck! Gib dich so, wie du bist –

  ohne zu schauspielern.

- Überlass die Gesprächführung deinem Gesprächspartner.

- Höre gut zu und gehe dann auf die Fragen ein, die man dir stellt.

- Der Arbeitgeber hat Verständnis dafür, dass du in dieser ungewohnten

  Situation unsicher bist. Einsilbige oder gar keine Antworten lassen dich

  jedoch leicht uninteressiert oder schwerfällig erscheinen.

- Wenn du selbst Fragen stellst, zeigt das dein Interesse.

 

Welche Fragen könnten dir gestellt werden?

Die häufigsten Fragen in Vorstellungsgesprächen sind:

1. „Wie kam der Kontakt zustande?"

2. Gründe für die Berufswahl:

- „Warum interessiert Sie dieser Ausbildungsberuf?"

- „Welche Berufe kämen sonst noch in Frage?"

- „Können Sie sich vorstellen, welche Tätigkeiten in diesem

  Beruf auf Sie zukommen?"

- „Warum halten Sie sich für diesen Beruf für geeignet?"

3. Fragen zur Schule:

- „Was sind Ihre Lieblingsfächer?"

- „Wie begründen Sie gute und schlechte Noten im Zeugnis?"

- „Mit welchem Abschluss werden Sie die Schule beenden?"

4. Familie und Herkunft:

- „Wo sind Sie aufgewachsen?"

- „Beruf Ihrer Eltern?"

- „Zahl der Geschwister?"

- „Was sind Ihre Hobbies?"

- „Wie ist Ihr Gesundheitszustand/Ihre Belastbarkeit?"

 

Welche Fragen kannst du stellen?

- Wie viele Auszubildende hat die Firma?

- Findet die Ausbildung an einem ganz bestimmten Ausbildungsplatz/

  Lehrwerkstatt statt oder im ganzen Betrieb?

- Wo befindet sich die Berufsschule? Erfolgt der Berufsschulunterricht als

  Teilzeitunterricht oder in Blockform?

- Gibt es besondere Vorbereitungskurse für die Abschlussprüfung?

- Übernimmt der Betrieb seine Auszubildenden?

- Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen?

- Wie ist die Arbeitszeit und Ausbildungsvergütung  geregelt?

 


Es hat geklappt! Was ist jetzt noch zu tun?